Handwerk

 

Handwerk ist, seit es Menschen gibt, ein wichtiger und entscheidender Entwicklungsfaktor. Die Entdeckung und die Bearbeitung der Metalle war und ist in diesem Prozess von besonderer Bedeutung.

Auf dieser Grundlage sind territoriale Gegebenheiten ebenso wie kulturelle Voraussetzungen an spezifischen und herausragenden Leistungen des Menschen beteiligt. Auch das 21. Jahrhundert  wird vom Handwerk wichtige Impulse und tragende Faktoren, wenn es um das Menschenbild und sein Umfeld geht, erhalten.

Warum bin ich mit dieser Behauptung so sicher?

Weil im handwerklichen Schaffen das vollzogen wird, was im Menschen als Entwicklungsimpuls angelegt ist: der Drang nach Vollkommenheit, nach dem immer Besseren, nach Perfektion, lässt das Gehirn nach dem Optimum suchen und streben, lässt die Fähigkeit der Hände trainieren und findet so immer wieder über den Horizont der Zeit. Gerade im Handwerk erleben wir oft die Einheit von der Idee bis zum fertigen Produkt ohne fertigungsbedingte Abkoppelungen. Natürlich betrifft das heute nur die kleine handwerkliche Produktion. Aber auch das Industriemassenprodukt hat eine 0 – Serie; und die ist im Kleinen erprobt worden.

Handwerk wird trotz allem atemberaubenden Fortschritt und zunehmenden Wegfall manueller Arbeit in neue und andere Qualitäten hervordringen und   auf den Erfahrungen vergangener Zeiten weiter bauen. Das Geheimnis des Menschen ist die treibende Kraft für  einen tragfähigen Fortschritt. Ich verstehe darunter die innere Kultur, die eben die unsichtbare Seite des Individuums ist.

Das ist auch eine der Ursachen, dass aus dem Handwerk ein Kunstwerk entstehen kann. Sehr eindrücklich ist das an vergangenen Kulturepochen abzulesen: zum Beispiel der Renaissance; Persönlichkeiten wie Albrecht Dürer, Michelangelo oder Filippo Brunelleschi sind herausragende Beispiele, wo und wie aus Handwerk Kunst entstand.